48 HOURS IN LONDON

Montag, Juli 31, 2017


Ende Juni verbrachte ich 48 Stunden in meiner Lieblingsstadt London. Grund für die kurze Städtereise war das erste Konzert von Adele im Wembley Stadium, für welches wir überraschenderweise Tickets ergattert hatten. Einen Tag vor dem Konzert reiste ich an. London empfing mich mit strömendem Regen, welcher nicht aufhören wollte. Nach dem Einchecken im Hotel stöberte ich zunächst ich bei Selfridges, wo ich einen neuen Lippenstift von Charlotte Tilbury erstand. Anschließend schaute ich mir im British Museum die Hokusai Ausstellung inklusive einem meiner Lieblingskunstwerke an. Den Abend verbrachte ich im Apollo Victoria Theatre, wo ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllte und mir das Musical Wicked anschaute. Es gefiel mir unwahrscheinlich gut, noch besser als ich es mir vorgestellt hatte. Der Abend schreit nahezu nach einer Wiederholung. Zurück im Hotel schlief ich mit dem Geräusch von prasselndem Regen auf dem Fenster ein. 

Über Nacht hörte es auf zu regnen. Ich wachte sehr früh auf und verließ das Hotel. Von dort bis zum Kensington Garden waren es nur einige Minuten Fußweg. Der Park empfing mich mit langsam verdunstender Nässe auf den Wegen und tropfenden Bäumen. Auf dem Weg zu den Italien Gardens begegneten mir nur sehr wenige Leute, welche joggten oder mit ihren Hunden spazieren gingen. Die Stadt schlief noch. Ich hatte Zeit. Ich ließ mich treiben. Ich bestaunte die perfekte Architektur der Italian Gardens und setzte meinen Weg fort. Ich traf Peter Pan. Umrahmt von Waldtieren. The boy who would not grow up. Die Stadt wachte langsam auf. Mein Spaziergang führte mich über verlassene Wege zum Albert Memorial. Ganz in Gold thronte er im grauen Morgenhimmel. Einatmen, ausatmen. Ich kam langsam zur Ruhe. Der Stress der letzten Wochen fiel von mir ab wie die Blätter von den Bäumen. London - nothing heals me like you do. Die Straße überquerend erreichte ich die Royal Albert Hall und erinnerte mich an das alte Hollywood. Hello Mr. Hitchcock. Über die Diamond Jubilee Steps von Queen Elizabeth II und die Exhibition Road gelangte ich zum Natural History Museum. Touristenmassen und Schulklassen. Es störte mich nicht, denn ich fühlte mich innerlich völlig ausgeglichen und ruhig. Ich fuhr durch die Erde, erlebte ein Erdbeben und schaute Dinosauriern in die Augen. Anschließend traf ich mich mit D. and M. bei Starbucks. Wir setzten den Weg gemeinsam fort und gingen zum Kensington Palace. Der White Garden blühte noch schöner als im Mai. Man fühlt sich dort ein wenig wie Alice. Im Wunderland. 

Nach einer Stärkung mit Pasta fuhren wir zum Wembley Stadium. Adele. Gänsehaut. Hello. Hometown Glory. Skyfall. Sweetest Devotion. Konfettischnipsel. Set Fire To The Rain. Feuerwerk. When We Were Young. Someone Like You. Rolling In The Deep. Ein Konzert in Wembley. In meinem Leben hätte ich nie damit gerechnet, dass ich das mal erleben darf. 

Am nächsten Morgen fühlte ich die gelaufenen 15 Kilometer vom Vortrag in meinen Beinen. Mein Weg führte mich zu Boots, in den Disney Store und zum Topshop. Mit einem Lächeln im Gesicht und Einkaufstüten in der Hand ging ich durch den Hyde Park. Ein letztes Mal setzte ich mich auf eine Bank in den Italian Gardens. Mein Herz wurde schwer, ich schluckte. London zu verlassen ist nie leicht für mich. 

Aber ich komme zurück.




















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2 Kommentare

  1. London ist doch immer wieder eine Reise wert :)
    Wir waren Anfang Juli 4 Tage da und hatten so heiße Temperaturen! (Täglich um die 30 Grad).
    Ich werde auch immer wieder zurückkommen in diese Herzstadt!
    Liebe Grüße, Yvonne

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  2. Richtig schöne Bilder und Eindrücke, das sieht ja nach einem ganz tollen Trip aus :)

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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