TRAVEL DIARY: LONDON

Sonntag, Mai 21, 2017

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Für die einen ist es Paris, für andere New York oder Tokyo, für mich ist es London - die Lieblingsstadt. Die, in die man immer wieder zurückkehrt und die man immer wieder ungern verlässt. Zum ersten Mal war ich 1997 in London, für einen Tag, im Rahmen einer Sprachreise. In der Zeit von 1998 bis 2004 zog es mich regelmäßig, etwa zweimal im Jahr, in die englische Hauptstadt. Nun flog ich nach neun langen Jahren wieder hin. Gereist bin ich mit meiner Mama, dies hatten wir ja bereits im letzten Jahr vorgehabt.

Während ich bei meiner letzten Reise nach Berlin das Travel Diary in drei Teile gegliedert habe, neben unseren Unternehmungen über das Hotel und Restaurants berichtete, gehe ich dieses Mal das Ganze minimalistischer an und schreibe nur über unsere Unternehmungen, die Dinge, die mir am besten gefallen haben.

BLOOMSBURY & SOHO 
Das Herz von Bloomsbury ist sicherlich das British Museum, eines der größten Museen der Welt. Der Eintritt ist - außer für Sonderausstellungen - frei, so dass sich ein Besuch doppelt lohnt. Bei mir vergeht kein Aufenthalt in London ohne einen Abstecher in diese Wunderwelt der Geschichte. Besonders gefällt mir die ägyptische Abteilung, in der man neben Sarkophagen, Wandbildern und vielem mehr Mumien zu Gesicht bekommt, was einfach ziemlich cool ist. Auch die asiatische Abteilung mag ich sehr, momentan ist sie leider wegen Renovierung geschlossen. Daher ging es zum ersten Mal in die mexikanische Abteilung, die mich nicht minder überzeugt hat. Ich stand unheimlich lange vor diversen mit Türkisen überzogenen Masken und Mosaiken. 

In der Nähe des British Museums befindet sich das Charles Dickens Museum. Dieses ist in einem Haus beherbergt, in dem der Schriftsteller etwa zwei Jahre lang lebte und in dem er Oliver Twist und Nicholas Nickelby schrieb. Bereits zu meiner Schulzeit empfahl mir eine Lehrerin, dieses Museum unbedingt zu besuchen. Lange hat es gedauert, aber letztlich habe ich es nun geschafft und kann ihre Empfehlung absolut nachvollziehen. Betritt man das Haus, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Man geht einmal komplett durch das Haus (Keller, Erdgeschoss und zwei Etagen), die unterschiedlichen Zimmer sind liebevoll hergerichtet. Das Beste: es ist nicht überlaufen, sondern man kann sich wirklich in Ruhe alles anschauen. Der Eintritt kostet £9, ermäßigt £7.

Den Weg zwischen den beiden Museen sind wir gegangen, dies hat etwa 20 Minuten gedauert, und man sieht auf diese Art so viel mehr von der Stadt. Ich hätte nie gedacht, dass Bloomsbury so ein wunderschönes Viertel ist. Typische englische Häuser, viele kleine Gärten und Grünanlagen - wunderbar. Es wird nicht mein letzter Spaziergang durch dieses Viertel gewesen sein. 

Von Bloomsbury aus nahmen wir die tube und fuhren nach Soho. Dieser Stadtteil wird östlich durch die Charing Cross Road, südlich durch den Leicester Square und Picadilly Circus, westlich durch die Regent Street und nördlich durch die Oxford Street begrenzt und besteht aus vielen kleinen Straßen, die es sich zu erkunden lohnt. Vom Leicester Square aus gelangt man direkt nach Chinatown. Dass man sich in Chinatown befindet, erkennt man an den chinesischen Torbögen und roten Lampions, unter denen man hindurchgeht. Durch viele kleine Gassen mit Vintageläden und dem ein oder anderen Sexshop gelangt man zur Carnaby Street. Beim Anblick der Stores von Benefit, MAC und Urban Decay schlug mein Beautyherz gleich höher. Ein Highlight war der Abstecher in ein Schuhgeschäft namens Irregular Choice. Ich habe dort weder etwas anprobiert noch gekauft, aber es lohnt sich auf jeden Fall, dort hineinzugehen und sich die außergewöhnlichen und verrückten Schuhe sowie das Interior (Stichwort: Einhorn) anzugucken. Empfehlen kann ich auch den Laden We Built This City, wo es viele individuelle Postkarten, Poster und Jutebeutel gibt. Wenn man die Carnaby Street in nördlicher Richtung verlässt, gelangt man direkt auf die Oxford Street und fällt quasi schon in den Topshop Flagshipstore hinein. Meiner Meinung nach lohnt es sich nur den westlichen Teil der großen Einkaufsstraße abzulaufen, da sich die Läden wiederholen (Zara gibt es zum Beispiel zwei- oder dreimal allein auf dem einen Abschnitt). Im westlichen Bereich befindet sich neben dem Topshop das Kaufhaus Selfridges, welches wir alle aus Love Actually kennen, der Disney Store, New Look, River Island und für die, die es mögen: ein riesiger Primark. Geht man die Oxford Street auf einer Seite hin und auf der anderen zurück, gelangt man wieder zum Oxford Circus. Von diesem führt die Regent Street direkt zum Picadilly Circus. Es lohnt sich durchaus diese Einkaufsstraße mit ihren Prachtbauten einmal hinunterzuschlendern. Unter anderem befindet sich dort ein Anthropologie Store und der Spielzeugladen Hamley's. Der Picadilly Circus mit seinem Brunnen und der Erosstatue ist touristisch immer überlaufen, aber ansehen sollte man ihn sich schon.

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ST. JAMES & WESTMINSTER 
Wer richtig viel Kultur an einem Tag erleben möchte, sollte durch St. James und Westminster spazieren. Die tube Station St. James's Park eignet sich hervorragend als Ausgangsort, um zum Buckingham Palace und Queen Victoria Memorial zu gelangen. Wer die Wachablösung sehen möchte, sollte etwa um 11 Uhr dort sein. Zu der Zeit ist es natürlich brechend voll, ich finde, man sollte entweder vorher oder später hingehen, auch weil man dann bessere Bilder machen kann. Aber was soll ich sagen? An die Wachablösung hatten wir gar nicht gedacht und sind aufgrund des Menschenchaos gleich weiter in den St. James Park gegangen. Der Park ist für mich - zusammen mit dem Holland Park - der schönste Londons. Von dort hat man einen sehr guten Blick auf das Horse Guards Parade Building und auch das London Eye ist von hier zu sehen. Das Coolste an dem Park sind aber die Pelikane, die dort leben. Leider habe ich sie dieses Mal nicht gesehen, laut aktuellen Instagram Bildern aus dem Park sind sie aber noch da. Vom Park aus gelangt man direkt über den Paradeplatz der Horse Guards (hier findet jährlich die Geburtstagsparade für die Queen statt) auf die Straße Whitehall. Wir sind von dort links und später nach Covent Garden gegangen, wer noch mehr sehen mag, geht am besten rechts und kommt so an der Downing Street vorbei zur Westminster Abbey, den Houses of Parliament, Big Ben und auch zum London Eye. Besichtigt haben wir (an einem anderen Tag) Westminster Abbey. Westminster Abbey ist UNESCO Weltkulturerbe und dient als Krönungskirche. Der Trauergottesdienst für Diana fand hier statt und Prinz William und Kate haben hier geheiratet. Der Eintritt ist mit £22, ermäßigt £17, schon happig, aber es lohnt sich. Wir haben dort über zwei Stunden verbracht und die einmalige Architektur und Gräber bestaunt. Geht man über Whitehall zurück, kommt man zum Trafalgar Square mit der Nelsonsäule und zwei von Bronzelöwen umgebenden Brunnen. Direkt am Platz liegt die National Gallery, eine der größten Gemäldegalerien der Welt. Unter anderem sind hier die Sonnenblumen, das Weizenfeld mit Zypressen und der Stuhl von Van Gogh, der Wasserlilienteich von Monet und die Rokeby Venus von Velázquez zu sehen. Direkt um die Ecke liegt die National Portrait Gallery, welche Portraits britischer Persönlichkeiten beherbergt. Meine persönlichen Highlights: die Tudor Sammlung und ein Bild von Amy Winehouse. Der Eintritt in die beiden Gemäldegalerien ist - Sonderausstellungen ausgenommen - kostenlos.

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COVENT GARDEN
Das Zentrum von Covent Garden sind die Hallen des gleichnamigen ehemaligen Obst- und Gemüsemarktes. Dort und in den Nebenstraßen sind heute viele bekannte Geschäfte und auch viele kleinere Läden untergebracht. Besonders gut gefielen mir das Geschäft Sass & Belle, die viel Interior und auch Stationery haben, und der Kikki K. Store! Leider vergaß ich völlig, dass der Neil's Yard in unmittelbarer Nähe ist...

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KEW GARDENS 
Wer eine Auszeit vom lauten Großstadttrubel braucht, dem empfehle ich einen Ausflug nach Kew Gardens, den königlichen botanischen Gärten, die sich mit der District Line in etwa 20 Minuten von der Station Earl's Court erreichen lassen (Station: Kew Gardens). Kew Gardens ist ein weitläufiger Park mit verschiedenen Gewächshäusern aus dem viktorianischen Zeitalter, Seen, einem Treetop Walkway, einem Bambus- und japanischen Garten, einer Pagode… Gerade bei gutem Wetter kommt man dort absolut zur Ruhe. Gesehen habe ich dort bei Weitem noch nicht alles, die Pagode und das Temperate House werden gerade renoviert, damit spricht alles für einen nochmaligen Ausflug nach Kew. Der Eintritt kostet £15, ermäßigt £14. 

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CITY OF LONDON 
In der City Of London befinden sich unter anderem der Tower of London und die Tower Bridge. Beides erreicht man am besten über die tube station Tower Hill. Der Eintritt in den Tower stellt mit £28, ermäßigt £22, alles bisher Erwähnte in den Schatten, aber auch hier gilt: es lohnt sich absolut. Highlights beim Tower Besuch sind das Traitor's Gate, der Wakefield Tower, die Kronjuwelen (unfassbar schön!) und das Tower Green mit dem Henkerblock und den wohl berühmtesten Bewohnern des Towers: den Raben. Auch kann man auf dem Festungswall gehen, von dort aus hat man einen sehr guten Blick auf die Tower Bridge.

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KENSINGTON & HOLLAND PARK 
Die Stadtteile Kensington und Holland Park lagen fußläufig von unserem Hotel entfernt, so dass wir uns dort am Abreisetag umgesehen haben. Der nach dem Stadtteil benannte Holland Park ist genauso schön wie der St. James Park, vielleicht noch etwas schöner. Hier herrscht absolute Ruhe und Friedlichkeit zwischen zwei Hauptstraßen. Es gibt einen japanische Garten, den Kyoto Garden, und einen Dutch Garden, die mir beide sehr gut gefallen haben. In dem Park gibt es freilaufende Pfauen und ich sah tatsächlich zum ersten Mal einen, der ein Rad schlug. :) 

Unweit dieses Parks liegt der Kensington Garden, der in östlicher Richtung direkt in den Hyde Park übergeht. Hier befindet sich der Kensington Palace, in dem Prinzessin Diana vor ihrem Tod gewohnt hat. Besonders schön ist der zum Palast gehörende Sunken Garden.

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5 Kommentare

  1. Schöne Eindrücke ! Und ich war noch immer nicht in London ...

    Neri

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  2. Wow echt schöne Bilder, finde London auch toll, obwohl ich noch nicht da war, wäre auch eines meiner Reiseziele, irgendwann. Westminster Abby hätte ich mir auch angeschaut. Es gibt so Dinge da ist einem der Preis egal, weil man das doch mal gesehen haben muss ;). Sieht nach einer tollen Urlaubsreise aus!
    Liebe Grüße

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    1. Ich kann es nur empfehlen und man ist auch recht schnell da, der Flug dauert etwa eine Stunde (von Hamburg). :)

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  3. Wow! Die Fotos sehen echt toll aus. Ich war noch nie in Lonson, aber ich will schon seit Jahren hin. Falls es mal soweit sein wird, weiß ich ja dann, wo ich nach Tipps schauen kann. :)
    Liebe Grüße,
    Thi

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  4. Oooh wow.! Tolle Bilder von London!
    Den Beitrag werde ich mir mal abspeichern :) In gut einem Monat sind wir nämlich auch (wieder) da!
    Vielleicht hast Du ja auch Lust den Beitrag in meiner Aktion Reiseglück bei London zu verlinken?
    http://www.puppenzimmer.com/2016/02/reisegluck-london-guide.html
    Liebe Grüße, Yvonne

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